Der Dezember ist in Deutschland zu warm ausgefallen. Es gab zwar etwas Regen, aber deutlich zu wenig davon. Wenige Wolken brachten zudem viel Sonnenschein. Beim Jahresabschluss wurde die Situation nur noch bestätigt.
Der Dezember fühlte sich in Deutschland über weite Strecken kühl an. Aber richtige Kälte gab es erst zum Ende hin, zumindest in einigen Regionen. Im Schnitt ergab sich daraus ein klimatisches Plus von 1,9°C gegenüber dem Referenzzeitraum 1981 bis 2010. Aufgrund der geringeren Bewölkung gab es im Schnitt 26 Stunden mehr Sonnenschein, was gut 3 Tagen Sonne pur bedeutet. Mehr Sonne bedeutet weniger Wolken und somit weniger Möglichkeiten für Regen. Dies hinterließ ein durchschnittliches Defizit von 52 Litern pro Quadratmeter.
Bei den Temperaturabweichungen gibt es regionale Unterschiede. Während es in Baden-Württemberg und Bayern nur ein Plus von 1,3°C gab, war es in Schleswig-Holstein sogar 3°C zu warm.
Regen gab es in der westlichen Hälfte etwas mehr als im Osten. Während es im Westen teilweise über 30 Liter regnete, waren es in den östlichen Regionen meist zwischen 10 und 20 Litern. Die Abweichungen zu den Normalwerten waren im Süden des Landes jedoch gravierender. Im Saarland fehlten über 73 Liter pro Quadratmeter, in Baden-Württemberg 72 und in Bayern fast 62 Liter. In der Mitte und im Norden lag das Defizit meist zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter.
Beim Sonnenschein konnte im Dezember vor allem Baden-Württemberg profitieren. Mit fast 80 Stunden bekam die Region am meisten ab. Das Plus lag demnach bei 35 Stunden. Je weiter nach Norden, desto weniger Sonnenschein. In Schleswig-Holstein gab es nur gut 51 Stunden Sonnenschein, was trotzdem noch einem Plus von rund 16 Stunden entsprach.
Beim Jahresdurchschnitt konnte der Dezember die vorliegenden klimatischen Abweichungen des Jahres nicht mehr dämpfen. Vielmehr wurden sie nur bestätigt. Gegenüber dem Referenzzeitraum 1981 bis 2010 fiel das Jahr 2025 in Deutschland 1,2°C wärmer als üblich aus. Das liegt zwar im Erwärmungstrend, aber es gab seit 2014 insgesamt 7 Jahre, die wärmer ausgefallen waren.
Regen und Sonnenschein präsentieren sich meist gegenläufig. So auch im vergangenen Jahr. Nachdem durchschnittlich fast 177 Liter Regen pro Quadratmeter fehlten (21%), gab es rund 313 Stunden mehr Sonnenschein (19,6%). Langfristig gesehen handelt es sich bei den Niederschlagsmengen zwar um ein Defizit, aber bei Betrachtung der Langzeitwerte seit 1880 fällt dies weniger ins Gewicht. Denn der Referenzzeitraum 1981 bis 2010 war gegenüber der restlichen Zeit der letzten 145 Jahre relativ nass.
Der Trend bei den Sonnenstunden geht weiter aufwärts. Doch auch hier sind die klimatischen Abweichungen nur ein rechnerischer Wert. Denn was klimatisch üblich ist, steht nicht genau fest. Die brauchbaren Aufzeichnungen beginnen flächendeckend erst ab 1950, einer eher sonnenreichen Zeit. Bis 1980 nahm der Anteil an Sonnenschein deutlich ab und stieg seitdem wieder an. Eine verlässliche Referenz fehlt daher noch.